Alte Schwarzwaldberufe

Alles Wichtige auf einen Blick

Bergarbeiter
Seit über 1000 Jahren wurde im Schwarzwald Bergbau betrieben. Die Bergleute bauten Erze, die für die Eisen- und Metallgewinnung nötig waren unter härtsten Bedingungen unter Tage ab. Heute gibt es viele Schaubergwerke im Schwarzwald.

Bürstenmacher
Die Bürsten wurden oft in Heimarbeit hergestellt. Hierbei wurden Tierborsten von Hand in die vorher bearbeiteten Holzklötzchen gestopft. Später wurde diese Arbeit maschinell gemacht.

Flößer
Es wurden früher große Mengen Holz benötigt. Die Bäume wurden mit der Axt oder später einer Säge gefällt und mit Pferden zu den Flüssen gezogen oder an Steilhängen auf eigens dafür gebauten Rutschen ins Tal befördert. Je nach Breite des Flusses wurden die Stämme zu Flößen zusammengebunden und so von den Flößern weiter transportiert. Bei größeren Flüssen wurden mehrere

Flöße hintereinander gebunden. Die Stämme werden über die Kinzig und den Rhein bis nach Holland geflößt, wo vor allem die 50 m langen Weisstannen, auch Holländer genannt für den Schiffsbau benötigt werden. Auch die Nagold, Enz, Murg waren für die Flößerei wichtige Flüsse. Vom Zielort mussten die Flößer dann oft tagelang zurücklaufen zu ihren Wohnorten. Durch den Bau der Dampfeisenbahn wurde der Transport auf die Schiene verlegt und das Handwerk der Flößer starb aus. 

Glasbläser
Dies ist eine der ältesten Handwerkskünste im Schwarzwald.Durch drehen und blasen durch ein Rohr können sie aus dem davor befindlichen Glas Flaschen, Gläser, Vasen oder anderen Hohlkörper herstellen. Es gab früher ca. 200 Glashütten im Schwarzwald. Um 1 Glas herzustellen wurde 1 Festmeter Holz benötigt. In der Dorotheenhütte kann man auch heute noch den Glasbläsern bei Ihrer Arbeit zusehen.

Glasträger
Der Glasträger hatte ein spezielles Tragegestell auf dem Rücken, die Krätze, mit der er die Glaswaren zu den Kunden und bis in die Städte trug. Die Routen führten bis ins Ausland.

Holzfäller
Um die große Nachfrage nach Holz zu decken waren die Holzfäller sehr wichtig. Sie fällten die Bäume früher von Hand mit der Axt oder einer Säge und übergaben sie an die Flößer.

Köhler
Der Köhler türmt Holzscheite kegelförmig um einen mit Reisig und Spänen gefüllten Feuerschacht auf und bedeckt diesen Kohlenmeiler mit einer luftdichten Schicht aus Gras, Moos und Erde. Nach Entzündung des Feuerschachts dauert der Verkohlungsprozeß meist 5-8 Tage bis die Holzkohle fertig ist. Der Köhler wachte Tag und Nacht um die Verkohlung zu kontrollieren.

Küfer
Der Küfer fertigt Holzgefäße vom Eimer über Kübel und Fässern bis hin zu großen Badzubern aus Holz. Die Gefäße werden meist durch hölzerne oder eiserne Reifen zusammengehalten. Er wird auch Kübler, Böttcher oder Fassbinder genannt.

Nachtwächter
Früher gab es um den Ort meist eine Stadtmauer und Stadttore durch die man in die Stadt gelangte. Die Nachtwächter hatten die Aufgabe diese Tore abends zu schließen und für nächtliche Ruhe zu sorgen. Auch bei Bränden, die bei den damals üblichen offenen Feuerstellen in den Häusern häufig vorkamen, schlug er Alarm und warnte die Bewohner.

Schindelmacher
Viele ältere Schwarzwaldhäuser sind mit Holzschindeln verkleidet. Der Schindelmacher stellt diese Schindeln her. Dabei wird das Holz gespaltet. Durch sägen würden die Fasern aufgerissen und das Holz würde Wasser aufsaugen und die Lebenszeit verkürzen.

Schmied
Ihn gab es in fast jedem Dorf. Das Beschlagen der Hufe von Pferden gehört genauso zu seinen Aufgaben wie das Anfertigen von Werkzeugen und Arbeitsgeräten für die Bergleute und Bauern aus Metall. Mit Hilfe glühender Holzkohle bringt er das Eisen zum Glühen und schmiedet es mit Hammer und Amboß.

Schnefler
So werden die Holzbearbeiter allgemein genannt. Zu ihnen gehören viele Gewerbe wie der Küfer aber auch Löffelmacher, Schachtel- oder Schindelmacher, Mause-fallenbauer oder Holzschnitzer. In den kalten Wintermonaten wurde so auf den Schwarzwaldhöfen oft Geld dazu verdient. Einen guten Einblick über die Arbeit der Schnefler bekommt man auf dem Resenhof.

Uhrenträger
Die von den Glasträgern bereits bekannte Vertriebsart, die Ware mit der Krätze zu den Kunden und potentiellen Käufern zu tragen, wurde später auch von den Uhrenträgern übernommen.

Uhrmacher

Im Schwarzwald wurden vor allem Lackschilduhren sowie die berühmte Kuckucksuhr gebaut. Die Uhrenproduktion entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig im Schwarzwald. Auch heute noch werden hier Kuckucksuhren und auch andere Uhren hergestellt.

Wagner
Er war für die großen Räder, die für die Ochsenkarren und landwirtschaftlichen Geräte benötigt wurden, zuständig. Hier musste mit viel Präzision gearbeitet werden, damit das verhältnismäßig leichte Rad große Lasten tragen konnte, lange hielt und rund lief.

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