Sehenswürdigkeiten in Altensteig

Alles Wichtige auf einen Blick

Ein Tag in und um Altensteig

Bei einem Besuch von Altensteig kann man unten im Ort parken und durch die kleinen Gassen und Treppenwege hoch zum Altensteiger Schloss laufen. So bekommt man einen guten Eindruck von der Altstadt mit den vielen schönen Fachwerkhäusern. Im Alten Schloss ist heute ein Heimatmuseum untergebracht. Die Öffnungszeiten erfährt man auf der Internetseite von Altensteig oder in der dortigen Touristeninformation (Paulusstraße 4 Tel.: 07453 94610)

Für Gruppen werden nach Vereinbarung auch Stadt- und Nachtwächterrundgänge angeboten. An fünf festen Terminen im Jahr werden auch Flößerführungen angeboten. Bei passendem Wetter kann man den Tag nach einer Wanderung in der Umgebung am nahegelegenen Stausee „Nagoldtalsperre“ ausklingen lassen.

Sehenswürdigkeiten in Altensteig

  • Mittelalterliche Altstadt mit kleinen Gassen
  • Altes Schloss Altensteig
  • Heimatmuseum im Alten Schloss
  • Angeln im Angelpark Letscher
  • Flößerfest und Flößerführungen
  • Nachtwächterrundgang für Gruppen
  • Altensteiger Weihnachtsfackeln

Ziele in der Umgebung

Schloss Altensteig

Das Altensteiger Schloss, dass auf den Mauern der ehemaligen Burg errichtet wurde, thront hoch über der Altstadt. Unten von der Stadt führen viele kleine und verminkelte Treppengassen hinauf zum Schloss.

Über Schloss Altensteig

Die Burg mit dem markanten Wohnturm wurde um 1230 als Wehranlage gebaut und gilt als einzige unzerstörte Burg im Schwarzwald. Der untere Teil des Wohnturms besteht aus einem Sandsteinmauerwerk, einem aus der Region stammenden Baustoff. Hier residierten die Vögte der Pfalzgrafen von Tübingen und eine Nebenlinie der Hohenberger. Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Burg an die Markgrafen von Baden verkauft und dienten den badischen Vögten als Sitz. Auf der Nordseite wurde die Anlage durch eine Schutzmauer mit Wehrgang und zwei Türmen geschützt.

Die Türme dienten früher als Gefängnis. Der westliche Turm, auch „Himmel“ genannt, hatte vergitterte Fenster, die einen Blick nach draußen zuließen. Der östliche Turm, auch „Hölle“ genannt, bestand hingegen aus einem 15 Meter tiefen Verlies. Heute ist dort ein Heimatmuseum untergebracht. Hier erfährt der Besucher Interssantes über die Geschichte von Altensteig und der Region. Für die Region damals typische Beruf werden dort ebenfalls gezeigt. Der Ort war für seine Flößerei, seine Gebereien und auch die Silberschmiede bekannt.

 

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Stauwehr an der Nagold

Mit dem Stauwehr konnte das Wasser der Nagold aufgestaut werden. Dies war wichtig um genug Wasser zum Flößen zu haben. Es wurde immer von Stauwehr zu Stauwehr geflößt.

Flößerei auf der Nagold

Bereits aus dem Jahr 1342 gibt es die ersten urkundlichen Belege über die Flößerei auf der Nagold. Die  Flößerei zählt zu den ältesten Gewerben im Schwarzwald. Da es im Mittelalter kaum Straßen und noch weniger geeignete Transportmittel für die bis zu 40 m lange Baumstämme im Schwarzwald gab, lag es nahe, die Baumstämme auf den Flüssen zu transportieren.

Wie groß war ein Floß im Schwarzwald?

Der Aufbau der Flöße war regional verschieden. Auf der Nagold durfte ein Floß aus maximal 15 Gestören bestehen und bis zu 286 m lang sowie 4 m breit sein. Auf einem Floß fuhren und arbeiteten immer mind. 4 Flößer. 

Das Bauen der Flöße

Nachdem die zu flößenden Stämme in der Nagold bereit lagen, wurde der Wasserstand in der Wasserstube, das ist der breite Bereich vor dem Stauwehr, auf ca. 0,40 m gesenkt. Die Flößer standen in hüfthohen Lederstiefeln im Wasser und konnten an dieser breiten Stelle auch lange Baumstämme im Fluss liegend wenden. Wenn die Stämme in der richtigen Position lagen, wurden sie nebeneinander liegend zu einzelnen Gestören zusammengebunden. Diese Gestöre wurden hintereinander befestigt und bildeten so die Flöße. Anschließend wurde das Wasser hier auf ca. 1,40 m aufgestaut.

 

Wusstet ihr schon, dass...?

…das Wasser nachdem es hier auf ca. 1,40 m aufgestaut war, wieder zu 2/3 durch die Floßgasse abgelassen wurde, bevor die Flößer mit dem Floß losgefahren sind?

Der richtige Zeitpunkt loszufahren war enorm wichtig, da das Floß auf der Flutwelle im Fluss etwas schneller schwimmt als das Wasser fließt. Damit die Flutwelle mit dem Floß nicht eingeholt wurde, fuhren die Flößer etwas später los. Wenn sie dann doch zu schnell wurden, musste das Floß vom „Joggele“, wie der Bremser umgangssprachlich genannt wurden, auf Zuruf immer wieder abgebremst werden. So hielt man das Floß auf  der Flutwelle und fuhr von Floßstube zu Floßstube bis an das Ziel.

Flößerei im Schwarzwald

Wie weit wurde geflößt?

Das Holz aus dem Schwarzwald war begehrt und wurde über kleine Flüsse wie die Nagold oder Kinzig zu größeren Flüssen geflößt. So gelangte die Stämme  teilweise bis zum Rhein, wurden dort neu gebunden und von meist anderen Flößern bis nach Holland geflößt. Hier wurde das Holz für den Hausbau und auch den Schiffsbau verwendet. Viele Städte an den Küsten wie z.B. Amsterdam stehen auf Pfählen unter anderem aus dem Schwarzwald. Am Zielort angekommen, hatten die Flößer ihren Job getan und mussten teilweise tagelang in ihren Heimatort zurücklaufen.

Wie kommt man hin?

Die beschriebene und abgebildete Floßstube „Monhardter Wasserstube Altensteig“ liegt zwischen Berneck und Ebhausen direkt an der B28 und ist frei zugänglich. Sie war von 1640 -1911 in Betrieb. Durch die Erfindung der Dampfeisenbahn war die Flößerei nicht mehr wirtschaftlich und der Transport der Baumstämme wurde auf die Schiene verlegt. Das Flößerhandwerk im Schwarzwald starb aus.

Nagoldtalsperre

Die Nagoldtalsperre ist heute ein beliebtes Ausflugsziel im Nördlichen Schwarzwald. Surfer, Taucher und Segler schätzen den aufgestauten See. Baden ist nur im Vorsee erlaubt.

Die Talsperre wurde von 1965 – 1970 zum Zweck des Hochwasserschutzes gebaut. Es gibt eine Vorsperre mit ca. 800 m Länge bei Normalstau. Die Hauptsperre ist bei Normalstau ca. 2050 m lang.   

Berneck

Es lohnt sich einen Abstecher in den idyllischen Ortsteil Berneck zu machen. Nicht zu übersehen thront oben auf einem Bergsporn in der Oberstadt die Burg Berneck mit einer 38 m hohen und bis zu 2,60 m dicken Schildmauer. Die Burg stammt aus der späten Stauferzeit und wurde ca. 1050 bis 1100 von den Herren von Berneck erbaut. Die Schildmauerburg besitzt einen Bergfried mit Wehrgang mit Ecktürmchen und ist aus Buckelquadermauerwerk gebaut. Die Burganlage kann nicht besichtigt werden. Rund um Berneck lassen sich tolle Wanderungen unternehmen.

Wussten ihr schon, dass...?

…Berneck lange Zeit bis zur Eingliederung 1972 nach Zavelstein die zweitkleinste Stadt Württembergs war?

…der Bergfried ein unbewohnter Hauptturm / Wehrturm einer mittelalterlichen Burg ist? Ist der Hauptturm einer Burg hingegen zur Wohnnutzung eingerichtet, wird er Wohnturm genannt.

Altensteiger Weihnachtsfackeln

An Heilig Abend wird in Altensteig ein alter Brauch gepflegt, dass „Altensteiger Weihnachtsfackeln“.

Hoch über der Stadt auf dem Schloßberg und dem Hellesberg versammeln sich Einheimische und Gäste nach dem Gottesdienst. Pünktlich um 18:00 Uhr, wenn die Kirchenglocken zu läuten beginnen, werden die zuvor aufgetürmten großen Holzstöße angezündet und die Umgebung durch das Feuer der brennenden Türme und der Hunderten von Handfackeln in ein angenehmes Licht getaucht. Es werden Weihnachtslieder angestimmt und der Gesang von den örtlichen Bläsern der Stadtkapelle begleitet. Gemeinsam wird mit diesem schönen Brauch die Geburt Christi gefeiert. 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Freudenstadt

Durch die Arkadengänge kann man bei jedem Wetter prima um Deutschlands größten umbauten Marktplatz schlendern oder in einem der Cafes eine Pause einlegen.

Calw

In der hübschen Fachwerkstadt Calw wurde der berühmte Schriftsteller und Dichter Hermann Hesse am 02.07.1877 geboren. Am Marktplatz ist ihm ein Museum gewidmet.

Bergwerk Neubulach

Ein Ausflug zum Besucherbergwerk in Neubulach ist ein echtes Abenteuer für Groß und Klein. Abgebaut wurden Erze um Silber aber auch Farben aus dem blauen Azurit zu gewinnen.

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