Sehenswürdigkeiten Edelfrauengrab Wasserfälle

Alles Wichtige auf einen Blick

Ein Tag bei den Edelfrauengrab Wasserfällen

Eine Wanderung durch das wildromantische Gottschlägtal in Ottenhöfen mit den Edelfrauengrab Wasserfällen ist eine meiner Lieblingswanderungen im Schwarzwald. Schon nach wenigen hundert Meter nach dem Parkplatz beim Schotterwerk erreicht man das Edelfrauengrab, nach denen die Wasserfälle benannt sind. Ein weiteres Highlight ist die alte Steinbrücke die ein paar Meter rechts des Pfads liegt. Viele Wanderer laufen hier vorbei ohne diese besondere Sehenswürdigkeit wahrzunehmen. Es geht weiter zu den oberen Wasserfällen und dem Degler Bad, einer wunderschönen Badegumpe. Nachdem man das Ende der Schlucht mit den Wasserfällen erreicht hat, kann noch weiter zum Karlsruher Grat (Achtung Klettersteig !!!) laufen oder man läuft auf gleicher Strecke zurück und genießt nochmals die vielen schönen Eindrücke der Tour.

Sehenswürdigkeiten Edelfrauengrab Wasserfälle

  • Edelfrauengrab
  • Zahlreiche Wasserfälle
  • Wunderschöne Wanderstrecke
  • Mittelalterliche Steinbrücke
  • Degler Bad
  • Klettersteig „Karlsruher Grat“

Ziele in der Umgebung

Edelfrauengrab

Beim Edelfrauengrab handelt es sich um eine kleine Höhle im Fels an der untersten Kaskade der Wasserfälle. Hier wurde die Edelfrau der Sage nach lebendig eingemauert. 

Wie kommt man hin?

Gebt einfach Ort Ottenhöfen und Edelfrauengrab bei der Straße ein. Bei der Anfahrt fährt man durch das Gelände des Steinbruchs mit den Schotterbergen. Ja, hier ist man noch richtig. Da es nur wenige Parkplätze in dem Bereich nach dem Steinbruch gibt, lohnt es sich hier die Wasserfälle wenn möglich antizyklisch zu besuchen.

Sage um das Edelfrauengrab

Der Sage nach zog Ritter Wolf von Bosenstein während der Zeit der Kreuzzüge mit dem kaiserlichen Heer ins Heilige Land, um dieses aus der Hand der Saraszenen zu befreien. Während seiner Abwesenheit nahm es seine Frau mit der Treue aber nicht so genau und lebte mit ihrem Liebhaber auf Burg Bosenstein in „Saus und Braus“. Eines Tages klopfte eine arme Bettlerin mit sieben kleinen halbverhungerten Kindern an der Pforte von Burg Bosenstein und bat um eine milde Gabe. Angesichts ihrer sieben Kinder wurde sie von der hochmütigen Hausherrin aber nur verspottet und fortgejagt. Die Bettlerin bedachte Frau von Bosenstein daraufhin mit folgendem Fluch: „Sieben Kinder sollst Du auf einmal zur Welt bringen, alle so elend wie die, die Du verhöhnst“.

Der Fluch ging in Erfüllung und eines Tages brachte die Burgherrin sieben kümmerlich aussehende Knaben zur Welt. Um ihre Schande zu verbergen befahl sie der Magd, die Kinder in einen Sack zu stecken und im Burgweiher zu ertränken. Auf dem Weg zum Weiher begegnete die Magd dem vom Kreuzzug zurückkehrenden Ritter und Burgherren Wolf von Bosenstein. Dieser stellte sie zur Rede und nachdem sie ihm glaubhaft machen wollte, kleine Hunde im Burgweiher versenken zu wollen, schaute er selbst nach was sich in dem Sack befand und entdeckte die Kinder. Die Magd gab schließlich zu, dass es sich um die Kinder der Burgherrin und Edelfrau von Bösenstein handelte. Wolf von Bosenstein befahl der Magd in die Burg zurückzukehren und den Befehl als ausgeführt zu melden. Er selbst brachte die Kinder dann zu Verwandten auf die Burg Hohenfels im Elsass und ließ sie dort auch im Harfespiel

unterrichten. Sieben Jahre später ließ er die Kinder heimlich zu einem Fest auf die Burg Bosenstein bringen. In ärmlicher Kleidung spielten sie auf ihren Harfen und sangen von ihrem traurigen Schicksal. Auf die Frage aus den Reihen der Gäste, was eine solch unmenschliche Mutter wohl verdiene antwortete die Burgherrin: „Diese sollte bei einem Laib Brot und einem Krug Wasser lebendig eingemauert werden“. Daraufhin erwiderte ihr von Zorn erfüllter Gatte: „So sei`s, du hast dein eigenes Urteil gesprochen. Es soll an Dir vollzogen werden !“

Und so geschah es. Wolf von Bosenstein ließ seine Gattin bei Wasser und Brot in einer von tosenden Wasserfällen umspülten Höhle im Gottschlägtal lebendig einmauern. Um seine Gattin schließlich von ihren Qualen zu erlösen, ließ Ritter Wolf von Bosenstein die Höhle mit Wasser fluten und so wurde die Höhle zur letzten Ruhestätte der Edelfrau von Bosenstein. Seit dieser Zeit heißt die kleine Felsenhöhle bei den Wasserfällen „Edelfrauengrab“.  

Wusstet ihr schon, dass ...?

  • …es die Burg Bosenstein tatsächlich gab und die Burg im 11. Jahrhundert bei Ottenhöfen von den Grafen von Eberstein erbaut wurde?
  • …es heute kaum noch Reste der ehemaligen Burganlage zu sehen gibt?
  • …Burg Bosenstein oft auch als Hagenbrucker Schloss bezeichnet wird? Deshalb ist in den Sagen auch von einer Schlossherrin oder Burgherrin die Rede.

Edelfrauengrab

Über zahlreiche Treppen und Brücken schlängelt sich der Pfad am Bach entlang. Immer wieder entdeckt man neue atemberaubende Wasserfälle. Einer schöner als der andere.

Steinbrücke

Im hinteren Teil der Schlucht befindet sich diese alte und mittelalterlich wirkende  Steinbrücke. Sehr beeindruckend wie diese aus losen Steinen zusammengesetzte Brücke vermutlich schon viele Jahrhunderte hält. Die Brücke liegt rechts einige Meter neben dem Pfad. Man muss aufpassen um an ihr nicht vorbeizulaufen.

 

Deglerbad

Am Ende der Schlucht befindet sich das „Deglerbad“. Hierbei handelt es sich um ein wunderschönes Wasserbecken mit Wasserfall im Bereich der oberen Wasserfälle im Gottschlägtal.

Karlsruher Grat

Wenn man das Ende der Schlucht mit den Wasserfällenerreicht hat, kann man noch weiter zum Karlsruher Grat laufen. !!! Achtung !!! Hierbei handelt es sich um einen etwa 400 m langen Felsgrat über den eine alpine nicht markierte Route mit Kletterpartien führt. Dieser anspruchsvolle Abschnitt ist im Gegensatz zu alpinen Klettersteigen nicht mit Drahtseilen oder Tritthilfen versehen. Er sollte nur mit entsprechender Erfahrung und Ausrüstung

begangen werden. Trittsicherheit, Wanderschuhe und Schwindelfreiheit sind hier Grundvoraussetzungen um nicht sich und andere zu gefährden. Dieser Grat hieß ursprünglich Eichhaldenfirst. Nachdem das Klettern immer beliebter wurde, und viele Kletterer vor allem aus dem Karlsruher Raum anzog, gab es auch erste Todesfälle. Die Gemeinde Ottenhöfen benannte den Grat 1926 zu ehren der Verunglückten in Karlsruher Grat um. 

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